Den Umzug von einer Entfernung unterscheiden
Vergleichen Sie die Aufgabe der alten und der neuen Seite. Eine überarbeitete Leistungsbeschreibung kann ein passender Ersatz sein, auch wenn Überschrift und Gestaltung anders sind. Eine allgemeine Kontaktseite ist dagegen kein gleichwertiges Ziel für jede entfernte Information. Halten Sie die Entscheidung mit einem kurzen Grund fest.
Prüfen Sie außerdem, ob die alte Adresse nur vorübergehend anders behandelt werden soll. HTTP unterscheidet dauerhafte und vorübergehende Weiterleitungen. MDN beschreibt 301 als dauerhaften Umzug; andere Statuscodes haben andere Eigenschaften. Die konkrete Wahl gehört zur tatsächlichen Änderung und zur technischen Umgebung, nicht zu einer pauschalen Einstellung für alle Fälle.
Eine Zuordnungsliste vorbereiten
Erfassen Sie alte Adresse, neues Ziel und Zweck der Änderung. Nehmen Sie bekannte Varianten auf, etwa eine bereits verwendete Adresse mit anderem Pfad. Erfinden Sie nicht vorsorglich viele ungenutzte Varianten, sondern beginnen Sie mit vorhandenen internen Links, veröffentlichten Unterlagen und bekannten Aufrufen.
Prüfen Sie, dass jedes neue Ziel selbst erreichbar und inhaltlich fertig ist. Eine Weiterleitung auf eine unfertige Seite verlagert das Problem lediglich. Bei mehrsprachigen Websites sollte eine alte deutsche Inhaltsseite in der Regel zum passenden deutschen Ersatz führen, wenn dieser existiert. Die Startseite einer anderen Sprache ist kein gleichwertiger Ersatz für eine konkrete Übersetzung.
Eine kleine Zuordnung vor der Umsetzung prüfen
Stellen Sie sich drei alte Seiten vor: eine Leistungsbeschreibung, die dazugehörige Vorbereitung und einen nicht mehr angebotenen Zusatz. Die ersten beiden haben passende neue Gegenstücke. Für den Zusatz gibt es dagegen keinen echten Ersatz. Tragen Sie diesen Unterschied in die Zuordnung ein. Eine pauschale Weiterleitung aller drei Adressen auf dieselbe Übersichtsseite würde die fehlende Entscheidung nur verbergen.
Lassen Sie eine fachlich zuständige Person die geplanten Ziele lesen, bevor die Konfiguration umgesetzt wird. Sie sollte dabei den Inhalt vergleichen, nicht nur die Schreibweise der URL. Ein ähnlich benanntes neues Angebot kann andere Voraussetzungen haben. Wenn der alte Einstieg eine bestimmte Aussage verspricht, muss der neue Inhalt diese Aussage entweder erfüllen oder die Änderung verständlich erklären.
Wählen Sie nach der Einrichtung außerdem eine Adresse, die ausdrücklich nicht weitergeleitet werden sollte. Damit prüfen Sie die Grenze der Regel. Eine sehr allgemein formulierte Umleitung kann sonst unbemerkt gültige andere Inhalte erfassen. Halten Sie diesen Gegenfall zusammen mit den erfolgreichen Beispielen fest, damit spätere Anpassungen nicht wieder nur auf den gewünschten Hauptfall getestet werden.
Die Einrichtung an der zuständigen Stelle vornehmen
Je nach Website erfolgt die Konfiguration im Webserver, Hostingbereich oder einem vorgesehenen Systemwerkzeug. Verwenden Sie die dokumentierte Methode für diese Umgebung und sichern Sie den bisherigen Zustand, bevor Sie Regeln ändern. Eine reine HTML-Datei kann nicht automatisch dieselben Serverantworten liefern wie eine serverseitige Weiterleitung.
Vermeiden Sie miteinander widersprechende Regeln. Eine allgemeine Pfadregel kann eine spezifische Zuordnung überlagern oder einen Kreislauf verursachen. Wenn mehrere Ebenen Weiterleitungen steuern, dokumentieren Sie, welche für den vorliegenden Fall zuständig ist. Die sichtbare Browseradresse allein erklärt nicht jede beteiligte Regel.
Direkt zum endgültigen Ziel führen
Wenn eine Seite bereits mehrfach umgezogen ist, kann eine Kette entstehen: alte Adresse, Zwischenadresse, neues Ziel. Google empfiehlt für Websiteumzüge die direkte Weiterleitung zum endgültigen Ziel. Überarbeiten Sie bekannte Zuordnungen entsprechend, statt bei jedem Umzug nur ein weiteres Glied anzuhängen.
Aktualisieren Sie trotzdem die eigenen internen Links auf die neue Adresse. Die Weiterleitung bleibt für alte Verweise nützlich, muss aber nicht der normale Weg jeder internen Navigation sein. Prüfen Sie auch Verweise in Downloads oder Vorlagen, soweit diese von Ihnen gepflegt werden.
Das Ergebnis technisch und inhaltlich testen
Rufen Sie jede erfasste alte Adresse auf und prüfen Sie Ziel sowie Antwortfolge. Ein Browser kann Weiterleitungen automatisch verfolgen; für den Statuscode ist daher eine geeignete Netzwerkansicht oder ein entsprechendes Prüfwerkzeug hilfreich. Kontrollieren Sie anschließend, ob die neue Seite die erwartete Information zeigt und weitere Links funktionieren.
Testen Sie einen normalen unveränderten Pfad und eine absichtlich nicht vorhandene Adresse zusätzlich. So fällt auf, wenn eine zu breite Regel plötzlich sämtliche Seiten auf dasselbe Ziel schickt. Halten Sie die geprüften Adressen und offenen Ausnahmen fest. Eine funktionierende Startseite allein beweist nicht, dass die Weiterleitungsliste richtig umgesetzt wurde.



