Fundstelle und Ziel gemeinsam erfassen
Notieren Sie die Ausgangsseite, den sichtbaren Linktext und die tatsächlich hinterlegte Zieladresse. Ein Screenshot allein enthält die letzte Angabe häufig nicht. Wenn mehrere Seiten denselben Link verwenden, erfassen Sie die gemeinsamen Stellen oder die wiederverwendete Komponente. Eine Änderung in einem zentralen Menü wirkt anders als eine Korrektur in einem einzelnen Artikel.
Öffnen Sie die Zieladresse direkt und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Aufruf über den Link. Ein Tippfehler, ein falscher relativer Pfad oder ein nicht mehr vorhandenes Dokument sind unterschiedliche Ursachen. Prüfen Sie außerdem, ob nur ein Abschnittsanker innerhalb einer vorhandenen Seite fehlt. Dann kann die Seite laden, ohne zum erwarteten Abschnitt zu springen.
Das passende Ziel fachlich klären
Suchen Sie nach dem aktuellen Inhalt, nicht nur nach einer ähnlich klingenden Adresse. Eine alte Checkliste sollte nicht pauschal auf die Startseite verweisen, wenn eine neue Version existiert. Vergleichen Sie Zweck und Inhalt. Bei Unsicherheit gehört eine kurze fachliche Rückfrage zum Vorgang, bevor ein technisch funktionierender, aber unpassender Ersatz eingetragen wird.
Ist der Inhalt ersatzlos entfallen, muss dies anders behandelt werden als ein Umzug. Entfernen oder überarbeiten Sie die Aussage auf der Ausgangsseite so, dass kein nicht mehr verfügbares Angebot angekündigt wird. Eine Weiterleitung ist kein Ersatz für eine inhaltliche Entscheidung darüber, was Besucher jetzt wissen sollen.
Einen Fehler von einer bewussten Weiterleitung unterscheiden
Ein Link kann sein Ziel erreichen und trotzdem überarbeitet werden müssen. Wenn die Zielseite inzwischen einen anderen Zweck hat, passt möglicherweise die umgebende Erklärung nicht mehr. Öffnen Sie beispielsweise einen Link zu einer alten Anmeldung: Führt er heute zu einer allgemeinen Kontaktseite, sollte der Text nicht weiter eine direkte Anmeldung versprechen. Die Prüfung endet deshalb nicht bei der technischen Erreichbarkeit.
Dokumentieren Sie bei solchen Fällen die gewünschte inhaltliche Lösung. Vielleicht genügt ein neuer Linktext; vielleicht fehlt die benötigte Zielinformation vollständig. Halten Sie diese Aufgaben von echten fehlenden Dateien getrennt, damit die zuständige Person die passende Korrektur vornehmen kann.
Korrekturen bündeln, ohne Ursachen zu vermischen
Bei einem wiederkehrenden Fehler können Sie mehrere Fundstellen in einem Arbeitsgang ändern. Behalten Sie dennoch eine Zuordnung zwischen altem und neuem Ziel. Sonst lässt sich später nicht erkennen, ob eine ähnliche Adresse absichtlich unverändert geblieben oder übersehen worden ist.
Wenn die Website Dateien erzeugt oder Seiten aus Vorlagen baut, korrigieren Sie die maßgebliche Quelle. Eine Änderung nur an einer erzeugten HTML-Datei kann beim nächsten Aufbau verschwinden. Halten Sie fest, wo die Änderung dauerhaft vorgenommen wurde. Das ist für die nächste Bearbeitung wichtiger als die Zahl der ersetzten Zeichen.
Den vollständigen Weg erneut prüfen
Öffnen Sie nach der Änderung die Ausgangsseite frisch und folgen Sie dem Link. Kontrollieren Sie den erreichten Inhalt, gegebenenfalls den Download und den Rückweg. Prüfen Sie eine entsprechende zweite Sprachversion separat, wenn sie vorhanden ist. Gleiche Seitennamen garantieren keine richtige Sprachzuordnung.
Ein automatischer Linklauf kann viele technische Fehler finden, ersetzt aber die Prüfung des gemeinten Ziels nicht vollständig. Berichten Sie beide Ergebnisse getrennt: welche Adressen technisch geprüft wurden und welche wichtigsten Wege zusätzlich inhaltlich kontrolliert wurden. Bewahren Sie noch offene Fälle mit Ursache und Zuständigkeit auf, statt sie durch irgendein erreichbares Ziel scheinbar zu erledigen.



